Rohstoffe Dezember 2018

Feuerpause schon wieder zu Ende?

Xi Jinping und Donald Trump kamen anlässlich des G20 Gipfels anfangs Dezember zusammen. Doch die bilateralen Verhandlungen vermochten die Konfusion über den weiteren Verlauf der Handelsstreitigkeiten nicht zu klären. PABLO MARTINEZ MONSIVAIS AP KEYSTONE

Zunehmende Unsicherheit über die globalen Wachstumsaussichten und Sorgen über eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China im Vorfeld des G20-Gipfels hielten die Risikoaversion an den Finanzmärkten im November auf hohem Niveau. Die Entwicklung der Rohstoffpreise zeigte vor diesem Hintergrund ein sehr uneinheitliches Verhalten, welches sich insgesamt auf Ebene der breiten Benchmarks angesichts kollabierender Erdölpreise allerdings in der Form deutlicher Verluste niederschlug.

Anstieg der Erdgaspreise in den USA

Befürchtungen einer Überversorgung angesichts der Genehmigung überraschend umfangreicher Ausnahmen von den neuen US-Exportsanktionen gegenüber dem Iran wie auch eine sich abschwächende Produktnachfrage sorgten im November für ein Blutbad bei den Erdölnotierungen. Preise sowohl für die Sorte Brent als auch WTI gaben um bis zu 22% nach. Im Kontrast dazu explodierten jedoch die Notierungen für nordamerikanisches Erdgas innert weniger Wochen um bis zu 45% infolge einer Kältewelle in den Vereinigten Staaten bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Lagerhaltung. Portfoliorenditen im Energiesektor variierten damit im November ungewöhnlich stark als Funktion des spezifischen Öl-Gas-Mixes. Bei den Basismetallen konnte der Trend zur Angebotsverknappung bei vielen Vertretern den Makroturbulenzen erfolgreich die Stirn bieten, womit sich aggregiert auf Sektorebene eine freundliche Tendenz ergab. Edelmetalle orientierten sich in erster Linie am US-Dollar und zeigten insgesamt wenig Bewegung. Bei den Agrarrohstoffen konnten trotz anhaltender Unsicherheit über den Fortgang des Handelskriegs die Getreidenotierungen zulegen angeführt von Soja und Weizen angesichts rückläufiger Ertragserwartungen. Soft Commodities wie Kaffee und Zucker dagegen gerieten unter Druck vor dem Hintergrund des schwächeren brasilianischen Real.

Picard Angst Strategie liegen über den Benchmarks

Besonders litt der energielastige Benchmark S&P GSCI Commodity TR mit einem Verlust von -11.28%. Der ausgewogener aufgestellte Bloomberg Commodity TR Index gab dagegen lediglich um -0.56% nach, was insbesondere einer im Gegensatz zum Rest des Energiesektors starken wetterbedingten Aufwertung von US-Erdgas zu verdanken war, welches in diesem Benchmark besonders prominent gewichtet ist. Unserer hauseigenen PACI-Strategie fehlte dieser Rückenwind aufgrund des über die lange Frist bewährten strategischen Verzichts auf die Berücksichtigung von US-Erdgas, was sich in einem Rückgang um -3.74% in der Berichtsperiode niederschlug.

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